Hochlandgerste, unter dem Blick des Gottes der Natur, keimt, wächst, schießt Ähren, füllt sich, prallt auf und reift. Der Wohlstand der Schneelinie des Plateaus dokumentiert sich an diesen goldenen Körpern.
Auf alten Karten ist Tibet als Frauenkörper dargestellt, mit LHOKA auf der Brust als Geburtsort der tibetischen Kultur, bekannt als die Seele Tibets.
Hier reift die Hochlandgerste unter reinem und warmem Sonnenschein des Plateaus. Ende Sommer und Anfang Herbst haben die Samen ihre eigene Wiedergeburt durchlaufen und widmen sich mit bescheidener und selbstloser Haltung der Zivilisation des Plateaus.
Der Herbst ist die Erntezeit nach einem Jahr harter Arbeit.
Zu dieser Zeit feiern und danken die Tibeter diesem Geschenk der Natur mit Räucherwerk, Gesang und Tanz.
Hältst du die Hochlandgerste in der Hand, so riechst du ihren Duft, spürst den schattenlosen Wind, den frischen Regen am fernen Himmel und unter dem feurigen Licht. Sie ist warm und zäh, gefasst und doch drängend. Das ist die Temperatur, die zum Spätherbst im Himalaya gehört. Sie ist wie eine Umarmung der Natur, die dir Stadtmenschen Trost und Hoffnung schenkt. Sie ist zugleich der ewige Gegensatz von Natur und menschlicher Weisheit.
KOPFNOTEN schwarzer Pfeffer, Safran, Zimtblatt
HERZNOTEN Gerste, Kleie-Absolue, Tannenbalsam
BASISNOTEN Tibetisches Räucherwerk, Patschuli, Birkenteer